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31.10.2012

Rückwärtsgang wäre eine Blamage

Wissenschaftler legen Bekenntnis zur Energiewende ab - Neue Ausgabe des RegionalJournals RegJo vorgelegt

Foto zur Pressemitteilung
RegJo-Herbstausgabe

Göttingen. „Wir haben in der Energiewende ein Tempo vorgegeben und das sollten wir einhalten, auch um gegenüber der Welt glaubwürdig zu bleiben. Ein Rückwärtsgang wäre eine Blamage, und ein irritierender Rückschritt. Wir können nicht wieder zurück in die alte Welt:“ Prof. Dr. Hans-Peter Beck, Vorstandsvorsitzender des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN, Goslar), zog im Professorengespräch des RegionalJournals RegJo gemeinsam mit Prof. Dr. Jutta Geldermann von der Uni Göttingen in der aktuellen Energiedebatte klare Furchen. Ebenso wie der Naturwissenschaftler aus dem Harz plädiert die Göttinger Betriebswirtin dafür, die Energiewende mit voller Kraft weiter zu betreiben – das sei auch aus beschäftigungspolitischen Gründen wichtig. In den vergangenen Jahren seien 400.000 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien entstanden. Das Professoren-Interview ist einer der Höhepunkte der mehr als 200 Seiten umfassenden RegJo-Herbstausgabe, die der Polygo-Verlag in Göttingen und der Regionalverband Südniedersachsen als Herausgeber jetzt vorgelegt haben.

Chefredakteur Sven Grünewald beschäftigt sich in der Titelgeschichte „Der schwierige Weg zum Verdrängten“ ausführlich mit der bis Anfang der 1980er Jahre durchgehaltenen Weigerung der Universität Göttingen, ihre Rolle in der Zeit der Nazidiktatur kritisch zu hinterfragen. Grünewald kommt zu dem Schluss, dass die Täter- und Mitläufergeneration in den fünfziger und sechsziger Jahren durch psychologisches Verdrängen, wachsenden zeitlichen Abstand und juristischen Freispruch nie ausreichend Interesse an der Aufarbeitung und der Selbstbezichtigung entwickelte. Grünewald nutzte dabei insbesondere die Forschungsarbeiten des renommierten Göttinger Historikers Prof. Dr. Frank Möbus. Beeindruckend sind auch die aus den 30er und 40er Jahren – dazu gehört auch ein Luftbild vom 8. April 1945, das das ganze Ausmaß der Zerstörungen beispielsweise des Göttinger Bahnhofs zeigt.

Das neue RegJo enthält zudem zwei Spezials: Eines befasst sich mit dem Thema Gesundheit, das andere mit der Situation des Landkreises Holzminden in Zeiten des demographischen Wandels. Weitere wichtige Themen der Ausgabe: Die Debatte über Kreisfusionen in Südniedersachsen, die Rolle von Frauen in der Wissenschaft sowie die Partnerschaft, die das Dorf Reileifzen mit der japanischen Stadt Tochigi eingegangen ist.

Regionalverband Südniedersachsen und Polygo-Verlag geben das RegJo seit 1996 in einer Auflage von 20.000 Exemplaren vier Mal jährlich heraus. Das vierfarbig gestaltete Magazin wird durch Anzeigen, Beiträge privater Kooperationspartner und Verkaufserlöse finanziert. Es liegt aus in Kreis- und Rathäusern, bei sowie in Sparkasse und Kultureinrichtungen. Außerdem wird es über den Lesezirkel vertrieben. Besondere Bedeutung hat der Versand über Directmailing an Unternehmen.

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