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18.01.2013

Verfall, wo einst Adlige residierten

Schlösser und Burgen: Sanierung stellt Eigentümer häufig vor riesige Probleme - Neue RegJo-Ausgabe

Foto zur Pressemitteilung

Göttingen. Burgen und Schlösser, in denen Adlige residieren, die rauschende Feste für blaublütige Gäste aus halb Europa veranstalten und sich von Bediensteten rund um die Uhr umsorgen lassen, gibt es auch. Aber eher in Märchen und historischen Filmen. In Südniedersachsen jedenfalls fällt es Eigentümern eher schwer, ehemaliger Adelssitze vor dem Verfall zu schützen und einer einigermaßen sinnvollen Nutzung zuzuführen: Zu dieser Erkenntnis kommt das RegionalJournal RegJo in seiner Winterausgabe, die jetzt unter der Überschrift „zerbrechliches Erbe“ mit einem Gemälde von Schloss Berlepsch auf dem Cover erschienen ist. Auf zwölf Seiten stellen die Autorin Carola Meissl und der Fotograf Ronald Schmidt die Schlösser Berlepsch und Bevern als gute Beispiele gelungener Sanierungen, aber auch Problemfälle wie das Welfenschloss in Herzberg, Schloss Imbshausen oder die Ruine Oldershausen bei Echte dar.

Beeindruckend auch die Reportage, die Samira Mohammed Ali über das neue islamische Kulturzentrum des sunnitisch-arabischen Vereins Al-Taqwa in Göttingen verfasst hat. Der frühere Güterbahnhof hat sich in den vergangenen Monaten zu einem wichtigen Treffpunkt und einer Gebetsstätte entwickelt. Das neue RegJo befasst sich indes nicht nur mit kulturellen und religiösen Aspekten Südniedersachsens. Ausführlich geht die Redaktion auch auf die aktuelle Diskussion um die Fusion von Landkreisen ein und beschreibt die Aktivitäten von drei Bürgerinitiativen. Sie sind allesamt in ihrem Bemühen gescheitert, die Politik an die kurze Leine zu nehmen und damit Zusammenschlüsse zu verhindern. Die Notwendigkeit der Veränderung von Gebietszuschnitten spielt auch in dem Sonderheft eine Rolle, das der Verlag unter der doppeldeutigen Überschrift „viele Höhen, viele Tiefen“ über den Landkreis Osterode am Harz herausgegeben hat. Am Beispiel des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Bad Lauterberg, Dr. Thomas Gans, schildert die Redakteurin Franziska Fischer, mit welchen Herausforderungen der Landkreis Osterode zu leben hat und was passieren muss, wenn der Landkreis wieder zu einer zukunftsfähigen Region werden will.

Zu den weitere wichtigen Themen der Ausgabe zählen die mögliche Rekommunalisierung des Energieversorgers E-ON und das Gespräch zwischen dem Leitenden Oberstaatsanwalt Hans-Dieter Apel und dem Staatsrechtler Prof. Dr. Werner Heun über Unabhängigkeit und Beeinflussbarkeit der Justiz. Außerdem geht es um Schwerpunktschulen. Sie werden von Landkreisen, Städten und Gemeinden als Schulträgern bis Februar 2013 aus den bestehenden Schulen ausgewählt und an das Land gemeldet. Durch den gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht-behinderter Kinder und Jugendlicher werden Schwerpunktschulen - von der Grundschule bis zum Gymnasium - als erste zu „inklusiven“ Schulen.

Regionalverband Südniedersachsen und Polygo-Verlag geben das RegJo seit 1996 in einer Auflage von 20.000 Exemplaren vier Mal jährlich heraus. Das vierfarbig gestaltete Magazin wird durch Anzeigen, Beiträge privater Kooperationspartner und Verkaufserlöse finanziert. Es liegt aus in Kreis- und Rathäusern sowie bei Sparkassen und Kultureinrichtungen und in Arztpraxen. Außerdem wird es über den Lesezirkel vertrieben. Besondere Bedeutung hat der direkte Versand an Verantwortliche in Unternehmen.

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