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08.03.2013

Lemberg in Öl als regionale Klammer

Polygo-Verlag und Regionalverband Südniedersachsen stellen Kompendium mit Portraits von vier Landkreisen vor – Vielfalt und Einheit im Sonderheft

Foto zur Pressemitteilung
Cover 1. RegJo Kompendium

Göttingen. An Formulierungskraft mangelte es dem Texter nicht. „Eine Region erfindet sich neu“: So betitelt das RegionalJournal RegJo das erste Kompendium seiner Geschichte. In diesem im doppelten Sinne „starken“ Werk werden die Berichterstattungen über die vier südniedersächsischen Landkreise aus dem Jahr 2012 gebündelt neu publiziert und in den Kontext enger Verzahnung kommunaler Aktivitäten in Südniedersachsen gestellt.

Mit dem „regionalisierten“ Niedersachsen-Ross auf dem Titel und der stilisierten Wiedergabe von Wappen der Landkreise als Ölgemälden im Innern im Innern gestaltet der Künstler Andreas Lemberg die Klammer für diese RegJo-Sonderausgabe, die der Polygo-Verlag und der Regionalverband als gemeinsame Herausgeber jetzt vorgestellt haben. RegJo-Chefradakteur Sven Grünewald jedenfalls ist sich sicher: „Das ´alte` Südniedersachsen, das so alt dabei noch gar nicht ist, wird sich stark verändern.“

Redaktion und Verlag hätten die bereits frühzeitig erkennbaren kommunalpolitischen Umwälzungen des März 2013 im Jahr 2012 zum Anlass genommen, die vier Landkreise noch einmal getrennt voneinander zu portraitieren. Vielfalt zeitlich vor der Einheit. Davon ausgehend sei es nunmehr es an der Zeit, in einem Kompendium Südniedersachsen mit seinem Reichtum und seinen Defiziten als Ganzes darzustellen.

Als Zeitzeugen südniedersächsischer Geschichte der vergangenen dreißig Jahre hat Grünewald den früheren Präsidenten der Universität Göttingen und Ex-Staatssekretär im Bundes-Wissenschaftsministerium, Prof. Dr. Hans-Ludwig Schreiber, interviewt. Schreiber hält sich in dem auf drei Seiten publizierten Gespräch jedoch nur kurz in der Vergangenheit auf, blickt vielmehr lieber nach vor, als er beispielsweise sagt: „Eine gemeinsame Interessenvertretung in Hannover und ein internationales Standortmarketing unter Hinweis auf die landschaftlichen und regionalen Schwerpunkte wäre gut, wofür es sinnvoll wäre, wenn Göttingen mit seiner Universität und seinen kulturellen Glanzlichtern mehr in den Mittepunkt rücken würde.“ Schreiber zeigt sich dennoch skeptisch was eine Fusion von Landkreisen im Süden Niedersachsens angeht. Seine Einschätzung: Kleine Landkreise seien „nicht schlecht“. Die örtlichen Interessen könnten besser umgesetzt werden, wenn diese jeweils im Mittelpunkt kommunaler Selbstorganisation stünden.

Seinen journalistischen Wert indes dokumentiert das Kompendium nicht nur durch die bislang beispiellose Zusammenstellung der Profile der vier Landkreise, sondern auch mit einer Übersicht darüber, welche herausragenden Entwicklungen es in den verschiedenen Teilen Südniedersachsens im Jahr 2012 gegeben hat. So geht es um Aktivitäten des LEADER-Regionalmanagements im Landkreis Göttingen, das betriebliche Gesundheitswesen im Harz, die Zukunftswerkstatt in Hann.Münden. und Initiativen des Landkreises Northeim zur besseren Vermarktung der Forschungen im Römerschlachtfeld am Harzhorn. Das RegJo-Kompendium ist eben ein starkes Stück Südniedersachsen.

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