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06.12.2012

Region Göttingen: Beim Strukturwandel schon in der Zukunft angekommen

Beschäftigte in den Wissensdienstleistungen: Südniedersachsen mit der höchsten Quote in Niedersachsen

Skizze Beschäftigte Wissens-DienstleistungenBeschäftigte Wissens-Dienstleistungen

Göttingen. Die Bevölkerungszahlen gehen weiter zurück, die Überalterung schreitet voran, doch beim Wandel der Wirtschaftsstruktur hin zur Wissensgesellschaft hat die Region Südniedersachsen landesweit einen Spitzenplatz übernommen: Zu diesem Ergebnis kommt der wissenschaftliche Berater des Regionalverbandes Südniedersachsen, Dr. Gerhard Cassing, in einer Expertise auf der Basis aktueller Zahlen der Arbeitsagentur Göttingen.

Danach sind im Agenturbezirk Göttingen, der seit dem 1. Oktober 2012 genau das Gebiet der drei südniedersächsischen Landkreise mit der Universitätsstadt als Oberzentrum umfasst, mehr als 36 Prozent der versicherungspflichtig Beschäftigten im sogenannten Quartärsektor tätig – dazu zählen wissensintensive Dienstleistungen wie Information und Kommunikation, Finanzen und Versicherungen, Wissenschaft und Technik, Gesundheit und Soziales, Kunst und Unterhaltung sowie zusätzlich Erziehung und Unterricht. Zum Vergleich: Im Agenturbezirk Hannover liegt diese Quote bei knapp 35 und in Braunschweig bei 32 Prozent. Schlusslichter bilden Helmstadt mit 21 und Vechta mit 19 Prozent.

Skizze ArbeitsmarktberichtArbeitslosigkeit Niedersachsen-Bremen

Große Unterschiede bei den Quoten bestehen jedoch nicht nur landesweit, sondern auch innerhalb der Region Göttingen. So liegt die Quote der Beschäftigten, die Wissensdienstleistungen erbringen, in der Stadt Northeim knapp 27 Prozent, in der Stadt Göttingen beträgt sie 50 Prozent. Im Göttinger Stadtgebiet sind dies fast 32.000 Beschäftigte – in dieser Statistik zählen Beamte wie Professoren und Studienräte ebenso wenig zu den „Wissensarbeitern“ wie selbstständige Ärztinnen und Arzte, wohl aber deren angestellte Mediziner und die Arzthelferinnen.

Skizze Statistik WirtschaftszweigeStatistik Wirtschaftszweige

Die drei südniedersächsischen Landkreise zusammen weisen nicht nur den höchsten Anteil der Wissensdienstleistungen erbringenden Beschäftigten in ganz Niedersachsen auf – die Region ist auch die einzige, in denen dieser Sektor über prozentual mehr Beschäftigte verfügt als die Allgemeinen Dienstleistungen (32,5 Prozent) und Landwirtschaft und produzierendes Gewerbe zusammengenommen (31,2 Prozent). Cassing: „Während in allen anderen Regionen Niedersachsens allgemeine Dienstleistungen oder Landwirtschaft und Industrie noch die wichtigsten Beschäftigungssektiren sind, ist Göttingen ist die einzige Region in Niedersachsen mit einem dominierenden Quartärssektor. Das strategische Profil ´Wissensregion Göttingen` gilt also zu Recht.“

Eine hohe Quote von Berufstätigen in Wissensdienstleistungen gilt als gute Basis für eine dynamische Regionalentwicklung und für Sicherung und Ausbau eines hohen Beschäftigungsniveaus.

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