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18.04.2013

Millionen-Poker um Strom und Netze

Landkreise und Stadt Göttingen zeigen Interesse am Kauf von E-ON-Anteilen – Neues RegJo befasst sich mit brisantem Thema

Foto zur Pressemitteilung

Göttingen. Der Energieriese E.ON will sich von seinen Anteilen an der Tochter E.ON-Mitte trennen – und Kommunen aus Südniedersachsen und Hessen brüten derzeit über der Frage, ob es sinnvoll ist, das Unternehmen ganz oder zu großen Teilen zu erwerben. Und wenn sie zugreifen: Soll nur das Netz gekauft werden oder der Vertrieb? Wie viel Steuergeld darf für dieses Investment aufgebracht werden? Mit den Kerngedanken eines kommunalen Millionen-Deals, der die die Zukunftsfähigkeit der Region unter finanziellen und energiepolitischen Aspekten prägen wird, befasst sich das RegionalJournal RegJo Südniedersachsen in seiner jüngsten Ausgabe.

Chefredakteur Sven Grünewald selbst arbeitet die Interessenlagen der Verhandlungspartner sauber heraus: E.ON will angesichts wegbrechender Renditen beim Betrieb von Kernkraftwerken und wegen der Orientierung auf die Weltmärkte Kasse machen. Die Kommunen wollen Wertschöpfung in die Region ziehen – und Bürgerinnen und Bürger finden immer mehr Gefallen darin, den Strom nicht von Energiegiganten zu beziehen, sondern von „ihren“ Gemeindewerken. Das große Pokern um Netze, Strom und Millionen hat hinter den Kulissen begonnen – und es kann dauern, bis sich die Partner geeinigt haben.

Uneinig zumindest in einer wichtigen Frage sind sich auch Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, und ihre Amtskollegin von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK): Während Prof. Dr. Christiane Dienel sicher ist, dass das Thema Studiengebühren ein für alle Mal vom Tisch ist, hält Ulrike Beisiegel dagegen: Da die Hochschulen auf diese Einnahmen angewiesen seien, werde die Debatte in spätestens vier Jahren wieder aufflammen. Immerhin einigten sich die beiden Präsidentinnen in dem traditionellen RegJo-Professorinnen-Gespräch auf eine Wette: Und die geht um eine Flasche Champagner. Chefredakteur Grünewald versprach, das RegJo werde 2017 der Gewinnerin eine weitere Flasche Schampus überreichen und die feierliche Übergabe auch im Bild festhalten. Der Termin sei bereits vorgemerkt.

Zu den weiteren Schwerpunkten der 168 Seiten umfassenden Ausgabe gehört ein Spezial über das Thema Sanierung und Bauen im Bestand sowie die Fortsetzung der Serie über regionale Ernährung. Intensiv setzt sich das RegJo auch mit den jüngsten Entscheidungen über eine Fusion von Landkreisen und den Ergebnissen der Bürgermeisterwahlen vom Januar 2013 auseinander.

Regionalverband Südniedersachsen und Polygo-Verlag geben das RegJo seit 1996 in einer Auflage von 20.000 Exemplaren vier Mal jährlich heraus. Das vierfarbig gestaltete Magazin wird durch Anzeigen, Beiträge privater Kooperationspartner und Verkaufserlöse finanziert. Es liegt aus in Kreis- und Rathäusern, bei sowie in Sparkasse und Kultureinrichtungen. Außerdem wird es über den Lesezirkel vertrieben. Besondere Bedeutung hat der Versand über Directmailing an Unternehmen.

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