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26.09.2013

Niedersachsen-Süd: Der neue Programmraum

Grafik EU-Programmraum Niedersachsen-SüdDie wirtschaftlichen, sozialen und demographischen Entwicklungen innerhalb Niedersachsens verlaufen unterschiedlich. Prosperierenden Regionen wie dem Speckgürtel südlich von Hamburg, dem Emsland sowie den Großräumen Braunschweig und Hannover stehen Landesteile gegenüber, die sich schwer tun mit dem Strukturwandel – sie leiden unter Arbeitsplatzmangel, Abwanderung, Geburtendefiziten und steigenden Anteilen von Senioren an der Gesamtbevölkerung.

Mit Amtsantritt im Februar 2013 hat die neue Landesregierung bei der Konzeption ihrer Landesentwicklungspolitik den südlichen Teil Niedersachsens ins Blickfeld genommen. Durch die Umsetzung eines „Südniedersachsenprogramms“ will sie Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Mit einem Finanzrahmen von 100 Millionen Euro für die Zeit bis zum Jahr 2020 soll Projekte realisiert werden, die positive Impulse gerade auch für die ländlich geprägten Teilräume bewirken und auch beschäftigungswirksam sind.

Der Ausbau der Breitbandkommunikation kann ebenso zu den Handlungsfeldern zählen wie die Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum und die Versorgung der Menschen mit Hausärzten. Die Handlungsfelder sollen nicht zuletzt von den Akteuren vor Ort benannt werden – so die klare Ansage aus der mit Koordinierungsaufgaben betrauten Staatskanzlei.

Grafik Regionale LandesentwicklungDoch wer gehört eigentlich zum südlichen Teil des Landes? Auch dazu gibt es jetzt eine Definition von Ministerpräsident Stephan Weil: Das Südniedersachsenprogramm soll im Wesentlichen die Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode am Harz, Goslar und Holzminden voranbringen, möglicherweise zusätzlich angrenzenden Teilräumen. Für diesen „EU-Programmraum Niedersachsen-Süd“ soll in den nächsten Monaten ein Konzept entwickelt werden, das die Region zukunftsfähig macht.

Um die Formulierung erster konkreter Schritte geht es im Verlauf einer Zukunftskonferenz am 15. November 2013 in der Lokhalle in Göttingen. Diese Konferenz sieht die Landesregierung im Zusammenhang mit Regionalen Entwicklungskonzepten, die für die vier früheren Regierungsbezirke landesweit entstehen sollen. Mit Ausnahme Holzmindens zählt der Programmraum Niedersachsen-Süd zum früheren Regierungsbezirk Braunschweig.

Vier „Beauftragtenbezirke“ und ein Südniedersachsenprogramm zu koordinieren – Staatskanzlei und Fachressorts stehen auf Landesebene vor großen Herausforderungen. Und die sollen zudem mit Verantwortlichen in den Städten, Gemeinden und Landkreise abgestimmt werden. Nicht zuletzt sollen auch Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigt werden, sich an Konzepten und Projekten zur Entwicklung ihrer Region zu beteiligen: Ein ambitioniertes Programm – das Südniedersachsenprogramm.

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