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27.11.2013

Mehr Geld für die Region: Alle Finanz-Quellen nutzen

Landrat Reuter fordert weitere Anstrengungen der Landesregierung bei der Unterstützung Südniedersachsens

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Landrat Bernhard Reuter: Foto: Spenn

Göttingen. Als „beachtliche Aussage“ und „klaren Paradigmenwechsel“ gegenüber der laufenden EU-Strukturförderperiode hat der Vorstandsvorsitzende des Regionalverbandes, Bernhard Reuter, die Ankündigung der Landesregierung bezeichnet, im Rahmen des Südniedersachsenprogramms bis 2020 mehr als 50 Millionen Euro Fördermittel aus EU-Töpfen in die Region zu leiten. Weitere 50 Millionen sollen aus Landes- und Kommunalhaushalten aktiviert werden. Während einer Regionalkonferenz am Dienstag in Göttingen schränkte Reuter allerdings ein, dass diese Summen – verteilt auf fünf Landkreise und sieben Jahre – nicht ausreichen dürften, den Entwicklungsrückstand gegenüber anderen Regionen landesweit aufzuholen.

Vor 80 Konferenzteilnehmern im Theodor-Heuss-Gymnasium forderte der Göttinger Landrat, auch Geld für den Straßen- und Radwegebau, die Hochschulfinanzierung und den Ausbau des schnellen Internets gezielt in Südniedersachsen einzusetzen. Der Landrat: „Alle Finanzierungs- und Förderinstrumente, über die das Land verfügt oder die es beeinflussen kann, müssen ihren Beitrag für das Südniedersachsenprogramm leisten.“

Den Landkreisen Holzminden und Goslar bot Reuter an, in die Arbeits- und Entscheidungsstrukturen einzutreten, die durch eine enge Abstimmung der Arbeit von Regionalverband und der SüdniedersachsenStiftung entstanden seien. Südniedersachsen zeichnet sich nach Reuters Darstellung durch ländliche Strukturen, Mittelzentren mit starkem mittelständischem Gewerbe und das Oberzentrum Göttingen als Wissenschaftsstandort aus. Reuter: „Wir müssen den Standort Göttingen ertüchtigen, aber auch die Mittelzentren zu ihrer alten Stärke zurückführen und die Verhältnisse im ländlichen Raum angesichts der demographischen Entwicklung stabilisieren.“

In seinem Amt als Vorstandsvorsitzender des Regionalverbandes wurde Reuter am Abend einstimmig bestätigt. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden seine Stellvertreter Wolfgang Meyer (Göttinger Oberbürgermeister), Michael Wickmann (Landrat Landkreis Northeim) und Gero Geißlreiter (Erster Kreisrat Landkreis Osterode am Harz).

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