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10.07.2008

Bahnknoten sollen erhalten bleiben

Geschäftsführender Vorstand des Regionalverbandes Südniedersachsen verabschiedet Resolution einstimmig

Göttingen. Der Geschäftsführende Vorstand des Regionalverbandes Südniedersachsen hat die Deutsche Bahn AG aufgefordert, die Bahnknoten Kreiensen und Northeim als IC Haltepunkte mit der der­zeitigen Frequenz aufrecht zu erhalten. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution warnten die Landräte Bernhard Reuter (Osterode am Harz), Reinhard Schermann (Göttingen) und Michael Wickmann (Northeim) sowie der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul Bahnchef Hartmut Mehdorn davor, die IC zwischen Hannover und Göttingen nur noch über die Neubautrasse zu führen.

Mit einer solchen Maßnahme werde der ländliche Raum geschwächt – darüber hinaus werde eine Region, die vor großen Herausforderungen infolge des demo­grafischen Wandels stehe, vom Fernzugnetz abgekoppelt. Die Deutsche Bahn AG belaste damit die Bemühungen der Region, sich durch eine intakte Infrastruktur posi­tiv entwickeln zu können. Neben der Schwächung der Haltepunkte Northeim und Kreiensen drohe eine Abkop­pelung der Ferienregionen Solling, Weserbergland und des Harzes vom Fernzugnetz.

Vorstandschef Bernhard Reuter betonte in Namen seiner Kollegen: „Während das Mittelzentrum Northeim als Wirtschaftsstandort wegen seiner wirtschaftlichen Stellung besonders betroffen ist, wird Kreiensen von der beabsichtigten Maßnahme in seiner Funktion als Knoten in Frage gestellt. Dabei ist gerade dieser Haltepunkt für die Mittelzentren Einbeck, Holz­minden und Bad Gandersheim der direkte Anbindungsbahnhof zum Fernver­kehr. Gleichzeitig würden die am Bahnknotenpunkt in Northeim vorhandenen Möglichkeiten für eine Verbindung nach Bodenfelde und Osterode am Harz ebenfalls drastisch beschnitten.“

Der Bund und das Land Niedersachsen müssten, so Reuter weiter, sich bei der Deutschen Bahn nachhal­tig für den Erhalt der IC-Anbindungen im bisherigen Umfang einsetzen. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, fordere der Regionalverband das Land Niedersachsen auf, über die Landesnahverkehrsgesellschaft eine Kompensation der gestrichenen Verbindungen im Rahmen des Schienen-Personen-Nahverkehrs (SPNV) sicherzustellen.

(Reyhn, Geschäftsführer)

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