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28.05.2014

Unter Sprayern

Schlaglichter einer urbanen Subkultur? Nur ärgerliche Schmierereien? – RegionalJournal RegJo nähert sich dem Thema Graffiti respektvoll kritisch

Foto zur Pressemitteilung

Göttingen. Nach der Reportage in der Winterausgabe über das Schicksal Obdachloser in Göttingen nun ein Blick in die Graffiti-Szene der Region: Das RegionalJournal RegJo entwickelt sich immer mehr zu einem Magazin mit forsch recherchierenden Journalisten, einem Magazin, das kritisch in die Lebenswirklichkeit blickt. In der RegJo-Frühjahrsausgabe, die jetzt erschienen ist, haben sich die Autorin Friederike Dressel und Fotograf Marco Bühl mit Sprayern und ihrer urbanen Subkultur befasst. Und sie haben festgestellt: Sprayer wetteifern wortlos untereinander. Und sie kommunizieren miteinander, ohne dass unbedarfte Betrachter dies mitkriegen. Dabei werden Sprayer in der Bevölkerung ganz unterschiedlich wahrgenommen: Von den einen werden sie als Künstler bewundert, die mit aufwändigen Techniken triste Betonwände kreativ gestalten; andere beschimpfen sie als Schmierfinken, die sich der Sachbeschädigung schuldig machen. Wortkunst – Kunstbild: Das Coverthema dieser RegJo-Ausgabe hat es in sich.

In sich hat es auch das RegJo-Professorengespräch, das die Redakteurin Laura Vele im Zoologischen Museum in Göttingen mit dem Agrarökologen Prof. Dr. Teja Tscharntke und dem Pflanzenzüchter Prof. Dr. Gunter Backes über den Rückgang der Artenvielfalt und über Gentechnik im Pflanzenbau geführt hat. Zu den wichtigen Erkenntnissen gehört die Beobachtung, dass Ökosystemleistungen noch immer unterschätzt werden. Dies zeigt ein Vergleich der Landwirtschaft im mittleren Westen der USA, wo Maisfelder scheinbar bis zum Horizont reichen, mit der ökologischen Landwirtschaft in Europa, die auch Feldhamstern, Störchen und Hasen Lebensmöglichkeiten bietet.

Dass ihm die Feier zur Verleihung des Elchpreises an den Kabarettisten Georg Schramm in Deutschen Theater besonders gefallen hat, dokumentiert RegJo-Chefredakteur Sven Grünewald in einer Reportage über den Festakt und ein Interview mit dem neuen Preisträger. Unter der Überschrift „Paradigmenwechsel – oder alles wie gehabt!?" analysiert Peter Rossel, was die Region Südniedersachsen beachten muss, wenn sie von der EU-Strukturförderperiode 2014 bis 2020 profitieren will.

Regionalverband Südniedersachsen und Polygo-Verlag geben das RegJo seit 1996 in einer Auflage von 20.000 Exemplaren vier Mal jährlich heraus. Das vierfarbig gestaltete Magazin wird durch Anzeigen, Beiträge privater Kooperationspartner und Verkaufserlöse finanziert. Es liegt aus in Kreis- und Rathäusern, bei sowie in Sparkasse und Kultureinrichtungen. Außerdem wird es über den Lesezirkel vertrieben. Besondere Bedeutung hat der Versand über Directmailing an Unternehmen.

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