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06.08.2014

Ein dickes Plus für das Entwicklungsprofil

Regionalverband präsentiert Nachtrag für Publikation aus dem Vorjahr

Göttingen. Die leimgebundene Broschüre umfasst 150 Seiten mit einhundert Abbildungen und 43 Tabellen: Im April 2013 hatte der Vorstandsvorsitzende des Regionalverbandes Südniedersachsen, der Göttinger Landrat Bernhard Reuter, ein Exemplar dieser Ausarbeitung dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil überreicht. Das „Regionale Entwicklungsprofil ´Wissenschaftsregion Göttingen`“ fasste damals die wesentlichen Ergebnisse von Recherchen des Wissenschaftlers Dr. Gerd Cassing über die Positionierung Südniedersachsens im nationalen und internationalen Standortwettbewerb zusammen.

Einen durchaus relevanten Teil hatte Cassing damals bewusst ausgespart – mitten in der Sommerpause hat der Regionalverband nun das Kapitel 5.3 „Leitprojekte: konsensfähige Regionsförderung“ als zehnseitige, mit weiteren Grafiken illustrierte Publikation vorgelegt - sozusagen ein Entwicklungsprofil-Plus, dieses Werk aus dem Jahr 2014. Cassing: „Wir mussten einige Entwicklungen in der Landespolitik abwarten, bevor wir diesen Teil veröffentlichen konnten.“

Cassing zählt dazu die Gründung eines Projektbüros der Landesregierung, das seit Ende Mai in der Danziger Straße in Göttingen untergebracht ist und das von Dr. Ulrike Witt geleitet wird. Ende Juli 2014 konstituierte sich ein Lenkungsausschuss, der die Arbeit Ulrike Witts zur Identifikation sogenannter Leitprojekte für die Regionalentwicklung begleitet. Cassing schlägt in seiner jüngsten Veröffentlichung für diese Form der Regionalentwicklung drei übergeordnete Förderziele vor. Unter den Stichworten „ökonomische Innovation - intelligentes Wachstum“, „soziale Innovation - integratives Wachstum“ und „ökologische Innovation - nachhaltiges Wachstum“ sollen Ideen geschmiedet und Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen werden.

Nach Cassings Einschätzung sollte mit Nachdruck versucht werden, anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen anzusiedeln. Netzwerke für Innovationskooperationen sollen weiterentwickelt, Gründungscoaches eingesetzt, innovative Gesundheits- und Sozialdienste gestaltet und überregional bedeutsame Kultur- und Kunstevents ausgerichtet werden. Cassings Liste umfasst 21 konkrete Förderziele, die durch die Veröffentlichung des Regionalverbandes in die öffentliche Diskussion eingespeist werden.

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