Illustrationsgrafik
Illustrationsgrafik
15.02.2016

Regierungsdelegation aus Japan zu Gast beim Regionalverband Südniedersachsen

Pressefoto

Göttingen. Über Grundsätze, Kooperationskultur und Projekte der Regionalentwicklung in Südniedersachsen hat sich eine sechsköpfige japanische Regierungsdelegation in der Geschäftsstelle des Regionalverbandes Südniedersachsen informiert. Hintergrund des Besuchs sind Überlegungen japanischer Ministerien, über interkommunale Kooperationen zu Fragen wie einer gemeinsamen Wasserversorgung hinaus die Zivilgesellschaft und Unternehmen für eine aktive Regionalentwicklung zu gewinnen.

In einem Gespräch mit dem Göttinger Bürgermeister Ulrich Holefleisch und Geschäftsführer Rüdiger Reyhn betonte Delegationsmitglied Shohei Kanazawa vom Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr, viele ländlichen Räume in Japan litten darunter, dass junge leistungsfähige Menschen in die Zentren zögen und kaum zu motivieren seien, beispielswiese nach Abschluss ihres Studiums in die Heimat zurückzukehren. Wirtschaftsförderung werde bislang fast ausschließlich von Kommunen betrieben – eine Regionalentwicklung unter Einbeziehung privater Akteure fehle fast völlig. Zudem würden in Japan immer wieder neue Initiativen geplant – es mangele indes an der Umsetzung überzeugender Projekte. Nach Einschätzung von Shohei Kanazawa zeigt die Entwicklung in Südniedersachsen, dass sich aus guten Konzepten auch wirkungsvolle Projekte entwickeln ließen.

An Beispielen wie der Gründung von Gesundheitsregion Göttingen und Bildungsregion Göttingen, der Dachmarke Genius Göttingen, dem RegionalJournal RegJo und Grundsatzpapieren wie dem Regionalen Entwicklungsprofil „Wissenschaftsregion Göttingen“ aus dem Jahr 2013 verdeutlichte Geschäftsführer Reyhn die Arbeit des Regionalverbandes. Nach seiner Einschätzung ist es wichtig, interdisziplinär zuarbeiten und Akteure mit unterschiedlichen Kompetenzen und Interessen für die Regionalentwicklung zu gewinnen. Dies sei mitunter mühsam, letztlich aber der richtige Ansatz.

Zu den Schwerpunkten des dreistündigen Gesprächs in der Geschäftsstelle des Regionalverbands in der Barfüßerstraße in Göttingen zählte auch die Energiepolitik. Holefleisch wies darauf hin, dass es in Deutschland kaum verstanden werde, dass Japan an der Atomkraft festhalte. Die Gäste aus Japan wiesen darauf hin, dass es zwischen Deutschland und Japan auch in der Energiepolitik viele strukturelle Unterschiede gebe.

Aktuelles:

Logo Bildungsregion GöttingenLogo Metropolregion