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07.08.2008

Zukunftsfähigkeit durch Bildung

Hohe Bedeutung für den Einzelnen und die Gesellschaft – Neue Qualität in der Kooperationskultur Südniedersachsens

Göttingen. Mit dem offiziellen Start des Projektes “Bildungsregion Göttingen“ Anfang August 2008 entwickelt sich schrittweise eine neue Form kommunaler Zusammenarbeit im Bildungswesen Südniedersachsens. Zunächst befristet bis Ende Juli 2011 wird ein Konzept umgesetzt, das im Rahmen von drei Bildungskonferenzen (Göttingen, Einbeck und Osterode am Harz) sowie mehren Fachkonferenzen vorbereitet und in der zweiten Jahreshälfte 2007 gemeinsam mehreren Bildungsexperten formuliert worden war.

Mehr als zwei Drittel der Finanzierung des vom Regionalverband Südniedersachsen beantragten und jetzt begonnenen Projektes tragen die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode am Harz sowie die Stadt Göttingen. Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke aus dem Niedersächsischen Ministerium für Landesentwicklung hatte im Juli grünes Licht für eine Unterstützung des Landes über 30 Prozent der Projektkosten gegeben.

Das Projekt geht davon aus, dass Bildung in modernen Gesellschaften die wichtigste Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Einzelnen und der Gesellschaft ist. Sie ermöglicht den Menschen die Teilnahme am sozialen und politischen Leben, bietet Orientierung in der immer komplexer werdenden Welt und öffnet Türen zu den Arbeitsmärkten. Inhaltlich und organisatorisch wird das Projekt „Bildungsregion Göttingen“ im Regionalen Bildungsbeirat zwischen der Landesregierung, Landtagsabgeordneten, den beteiligten Kommunen, Bildungseinrichtungen und Bildungsexperten abgestimmt.

Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass dem Bildungswesen für die Entwicklung Südniedersachsens eine zentrale strategische Funktion zukommt. Die Bedeutung von Bildung und Wissen für die Regionalentwicklung wurde herausgearbeitet in der regionalen Entwicklungs-Strategie „Wissens-Region-Göttingen“ (Herausgeber: Regionalverband Südniedersachsen, Oktober 2006) und hier insbesondere dem Leitziel 2 („die internationale Wissensregion“) und dem Entwicklungsinstrument „Förderung Netzwerk Bildungsregion Göttingen“. Das Projekt nimmt Bezug auf die Lissabon-Strategie der EU zur Entwicklung der Wissens-Gesellschaft. Es greift zudem eine Partei- und Wahlkreisgrenzen übergreifende Initiative der Landtagsabgeordneten Dr. Harald Noack, Dr. Gabriele Andretta und Stefan Wenzel aus dem Januar 2006 auf.

Mit dem Schwerpunkt Netzwerkarbeit wird ein Bildungsmanagement installiert, das die zahlreichen Einzelinitiativen fördern und untereinander verbinden soll, die sich mit Bildung als Standortfaktor befassen. Das Projekt „Bildungsregion Göttingen“ dient damit der Steigerung der Effizienz der Arbeit vorhandener Initiativen.

Das Projekt „Bildungsregion Göttingen“ soll insbesondere folgenden Ziele dienen:

  1. Region übernimmt Verantwortung für Bildung
  2. Kein Kind verlässt die Schule ohne Abschluss
  3. Region stärkt den Hochschulstandort Göttingen
  4. Gesellschaft und Familien sind für die Bildung verantwortlich
  5. Lebenslanges Lernen als Anspruch für Beruf und gesellschaftliche Teilhabe
  6. Sprachen und interkulturelle Kompetenz stärken
  7. Verpflichtung auf Qualität und Internationalisierung, etwa durch Einführung internationaler Standards
  8. Förderung von Wachstum und Beschäftigung durch Stärkung des Bildungsbereichs als zukunftsorientierten Standortfaktor unter regionalökonomischen sowie bildungs-, sozial- und beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten
  9. Vernetzung und Kooperation der relevanten Akteure, z. B. der Bildungseinrichtungen, Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen

Den Konzeptentwurf „Regionales Bildungsmanagement der Bildungsregion Göttingen“ hatten Peter Brammer, Karsten Hiege und Rüdiger Reyhn formuliert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren Stephanie Vogelsaenger, Wolfgang Vogelsaenger, Olaf Martin, Frank Mußmann, Andrea Reese und Markus Wieck. Graphiken und Layout: Sebastian Snizek und Dirk Spenn; Lektorat: Ulrike Brammer und Ursula Kloyer-Heß.

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