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15.06.2009

Wirtschaftsminister: In Krisenzeiten ist gute Bildung besonders wichtig

Philipp Rösler bei Bildungskonferenz in Osterode – Übergänge sollen weiter verbessert werden

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Dr. Philipp Rösler (Foto: Dirk Spenn)

Osterode. „Die Unternehmen als Abnehmer werden in der Bildungspolitik viel zu wenig gehört. Für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft sind aber Erfolge in der Bildungspolitik entscheidend.“ Während einer Bildungskonferenz der „Bildungsregion Göttingen“ in Osterode am Harz sprach sich der Niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler nachdrücklich für eine Verbesserung der Zusammenarbeit der Schulen mit den Betrieben aus.

Nur qualifizierte Fachkräfte – so der Minister vor 120 Konferenzteilnehmern im Verwaltungsgebäude der Piller Group GmbH – seien in der Lage, innovative Ideen zu entfalten, die dann zu marktfähigen Produkten und Dienstleistungen entwickelt werden könnten. Deshalb genieße die Bildung gerade in Krisenzeiten bei der Niedersächsischen Landesregierung einen hohen Stellenwert. Rösler wies darauf hin, dass die Arbeitslosenquote der Akademiker bei vier Prozent liege – bei Erwerbsfähigen, die ohne Abschluss die Schule verlassen hätten, liege die Quote bei 16 bis zwanzig Prozent.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Geschäftsführer Dr. Detlev Seidel erklärt, die Piller Group sei sich der enormen Bedeutung motivierter und qualifizierter Beschäftigter für den Unternehmenserfolg bewusst. Deshalb lege das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen besonderen Wert und bilde in mehren Berufsfeldern junge Leute aus.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Landrat Bernhard Reuter auch in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender des Regionalverbandes Südniedersachsen betont, er habe aufmerksam registriert, dass der Wirtschaftsminister bei der Übernahme seines Amts im Februar 2009 angekündigt habe, ein besonderes Augenmerk auf die Bildungspolitik und die Gesundheitswirtschaft zu legen. Reuter: „Beide Sektoren spielen auch aus unserer Sicht eine herausragende Rolle für die Regionalentwicklung. Und in beiden Bereichen arbeiten wir in Südniedersachsen über die Kreisgrenzen hinweg gut zusammen.“ Im Bildungssektor entwickele sich eine beispielhafte Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen. Das gelte insbesondere für das Projekt „SchulBetrieb“, das zurückgehe auf gemeinsame Vorarbeiten der Leitstelle „Region des Lernens“ beim Landkreis Osterode mit der „Bildungsregion Göttingen“.

Dr. Christoph Merschhemke vom Institut Unternehmen & Schule in Bonn stellte den Kongressteilnehmern Erfolgsfaktoren von Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Betrieben vor. Wichtig sei, dass die Partner zueinander passten und dass die Zusammenarbeit von einem überzeugenden, gemeinsam getragenen Konzept ausgehe. Schülern und Eltern müsse vermittelt werden, dass die Erfahrungen, die die jungen Leute im Rahmen dieser Partnerschaften in den Betrieben machten, Bestandteil der Bildung seien.

Das Projekt „Bildungsregion Göttingen“ wird getragen vom Regionalverband Südniedersachsen, der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, der Bürgerstiftung Göttingen sowie dem Verein „Schule und Wirtschaft“.

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