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17.06.2009

Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz wird zum Markenzeichen der Region

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zeichnet Unternehmen aus – Feierstunde im Sartorius College

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Göttingen. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtigen Wettbewerbs- und Standortvorteil. Aus gutem Grund: Wer gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte braucht, kommt an einer familienfreundlichen Personalpolitik nicht vorbei. Mit einer familienbewussten Personalpolitik tragen Unternehmen dazu bei, Beschäftigte zu gewinnen und an ihr Unternehmen zu binden. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zeichnete im Sartorius College in Göttingen drei besonders familienfreundlich operierende Betriebe der Region Südniedersachsen aus – Repräsentanten anderer Unternehmen erhielten im Rahmen des Wettbewerbs „der familienfreundliche Betrieb Südniedersachsen“ Sonderpreise. Zu den Partnern der Gemeinschaftsinitiative zählt auch der Regionalverband Südniedersachsen, die sich bereits seit Jahren ausführlich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt befasst.

„Sie sind genau auf dem richtigen Weg. Ihre Betriebe und die gesamte Region sind Trendsetter.“ Mit diesen Worten lobte die Bundesministerin die Initiative zur Stärkung der Familienfreundlichkeit der Betriebe. Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise sei es betriebswirtschaftlich unabdingbar, beispielsweise bei der Gestaltung der Arbeitszeiten und der Weiterbildungsangebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen. Nur so könnten die Betriebe das Know-how halten, das bei einer konjunkturellen Erholung für die betriebliche Weiterentwicklung ausschlaggebend sei.

Für die Kreiswohnbau Osterode am Harz nahm Geschäftsführer Hans-Peter Knackstedt in der Kategorie der Betriebe bis zwanzig Beschäftigte die Urkunde aus der Hand der Ministerin entgegen. Für die Betriebe bis zu einhundert Beschäftigten zeichnete Ursula von der Leyen Geschäftsstellenleiter Holger Wolter von der Regionalgeschäftsstelle Göttingen der Barmer Ersatzkasse aus – und Philip von dem Bussche war es, der als Vorstandssprecher der KWS Saat AG in Einbeck in der Kategorie der größeren Unternehmen einen ersten Preis erhielt. Die Auszeichnungen für die drei Unternehmen waren verbunden mit Geldpreisen über jeweils € 1.500.- , die jedoch, so die Bitte der Initiatorin des Wettbewerbs, Sigrid Jacobi, betriebsintern in eine weitere Verbesserung der Familienfreundlichkeit investiert werden sollen.

Sonderpreise vergab die Jury für die Firmenkooperation der betriebsnahen Kinderkrippe von Mahr GmbH, Sycor GmbH und Sartorius AG, sowie für beharrliche Weiterentwicklung familienbewusster Unternehmenskultur an das Sanitätshaus o.r.t. Sonderwürdigungen erhielten Landkreis und Stadt Göttingen für ihre familienfreundliche Maßnahmen.

Wenn Unternehmen effektive Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie anbieten, tragen sie zur Verbesserung des familienfreundlichen Klimas in unserer von niedrigen Geburtenraten geprägten Gesellschaft bei. Nicht nur aus volkswirtschaftlicher, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei Familienfreundlichkeit ein echter Gewinn, familienfreundliche Unternehmenskultur sei Voraussetzung für Wachstum – so betonte Sigrid Jacobi in einer kurzen Stellungnahme vor 130 Gästen.

Die Gemeinschaftsinitiative „Familienfreundlicher Betrieb Südniedersachsen“ hatte den Wettbewerb in Kooperation mit der Dachmarke geniusgöttingen im Februar 2009 zum vierten Mal ausgeschrieben. Beteiligt waren neben dem Regionalverband Südniedersachsen auch de Arbeitgeberverband Mitte, IHK Hannover, Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, DGB-Region Südniedersachsen/Harz, Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode, Stadt Göttingen, Wirtschaftsförderung Region Göttingen WRG GmbH und die SüdniedersachsenStiftung.

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