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29.07.2009

Warum Arbeitskräfte knapp werden

Aktuelle RegJo-Ausgabe befasst sich mit dem demographischen Wandel in der Region

Göttingen. Die Region Göttingen droht in eine Demographie-Falle zu tappen: Welchen Risiken die Unternehmen in Südniedersachsen ausgesetzt sind, wenn die globale Wirtschafts- und Finanzkrise überwunden ist, untersucht das RegionalJournal RegJo in seiner Sommerausgabe 2009. Die Redaktion beschreibt einen alarmierenden Trend: Die Zahl der Menschen, die in den Ruhestand treten, erreichte Ende 2008 die Talsohle. Seither stieg die Zahl der Neurentner deutlich an – und sie wird weiter deutlich wachsen. Zeitgleich wechseln immer weniger junge Leute von der Schulbank in die Betriebe. RegJo-Redaktionsleiter Sven Grünewald staunt: „Dass unserer Region schon in wenigen Jahren ein solcher Arbeitskräftemangel ins Haus steht, hätten wir selbst nicht gedacht. Das hat uns echt verblüfft.“

Nach Grünewalds Einschätzung hat das RegJo mit dem Report „Krise! Welche Krise?“ gerade für die eigene Zielgruppe, nämlich die Verantwortlichen in den Betrieben, eine wichtige Informationsaufgabe erfüllt. Sie können sich jetzt anhand der RegJo-Zahlen ein ziemlich genaues Bild des Arbeitsmarktes im Jahr 2015 machen. Mehr noch: Sie erhalten Hinweise, was sie selbst tun können, um ihren Betrieb über die Klippen des demographischen Wandels zu steuern.

Grünewald selbst ist Autor einer Exklusivgeschichte, die sich mit einem rekordverdächtig kurzen Berufungsverfahren an der Universität Göttingen befasst. Titel: Fragwürdiges Vorgehen.

Eine ganz andere Herausforderung gibt das RegJo in seiner Berichterstattung über den jüngsten Unternehmertag des Landkreises Osterode am Harz wieder. Zu Gast war kein geringerer als der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Jochen Sanio, gebürtiger Osteroder, in seiner Jugend begeisterter Fußballer und Freund des heutigen Fachbereichsleiters der Stadt Osterode am Harz, Klaus Schulze. Sanio gab in einer einstündigen Rede Hinweise darauf, wie die Finanzkrise entstanden ist und welche nachhaltigen Schäden dabei entstanden sind.

Dritter Schwerpunkt der aktuellen RegJo-Ausgabe: Der Bericht des Redakteurs Lorenz Hartwig über eine Rundreise per Bus und Bahn durch Südniedersachsen. Ergebnis: Wer sich ausschließlich auf den Öffentlichen Personennah-Verkehr verlässt muss schon etwas Zeit mitbringen – insbesondere dann, wenn er Strecken nutzen will, die nicht gerade auf das Oberzentrum Göttingen zulaufen.

Die besonderen landschaftlichen Reize, die sich auch Bus- und Bahnfahrern erschließen, machen die Fotos von Leserinnen und Lesern des RegJo auf 14 Seiten deutlich. Seine im Frühjahr erschienene 50. Ausgabe hatte das RegJo genutzt, um zu einem Wettbewerb aufzurufen. Die der Redaktion zugesandten Fotos geben einen vortrefflichen Eindruck von der Vielfalt der Region wieder.

Südniedersachsen ist aber nicht nur landschaftlich attraktiv – die Region bietet Existenzgründern gute Entfaltungsmöglichkeiten. Was man beachten muss, wenn man sich selbstständig machen will, schildern im RegJo-Bericht Stefanie Kleine und Heike Müller-Otto, Beraterinnen der Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH des Landkreises Göttingen.

Gemeinsame Herausgeber des RegJo sind seit 1998 der Regionalverband Südniedersachsen und der Polygo-Verlag. Das RegJo erscheint vier Mal pro Jahr in einer Auflage von 20.000 Exemplaren. Es wird im Direct-Mailing versandt und liegt u. a. bei Sparkassen und Kultureinrichtungen aus. Die aktuelle Ausgabe umfasst 130 Seiten – fast alle Vierfarbdruck.

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