Illustrationsgrafik
Illustrationsgrafik
03.08.2009

Bessere Berufsorientierung für 140 Oberstufenschüler

Agentur für Arbeit Göttingen bezuschusst Projekt des Instituts für angewandte Sozialfragen (IFAS) und des Regionalverbands Südniedersachsen

Foto zur Pressemitteilung
Petra Wigger

Göttingen. Zur Verbesserung des Wechsels junger Menschen von der Schule in Beruf und Hochschule haben das Institut für angewandte Sozialfragen (IFAS gGmbH mit Sitz in Göttingen) und der Regionalverband Südniedersachsen ein Projekt für die vertiefte Berufsorientierung als Unterstützung der Arbeit der Berufsberatung für rund 140 Gymnasiasten und Fachoberschüler gestartet. Das bis zum 31. Juli 2010 befristete Projekt läuft für Schülerinnen und Schüler des Eichsfeldgymnasiums Duderstadt, der Fachgymnasien Wirtschaft in Northeim und Osterode am Harz, des Fachgymnasiums Technik in Einbeck und der Fachoberschule Hann.Münden. Das 120.000 Euro teure und im Rahmen der "Bildungsregion Göttingen" gestartete Projekt wird zur Hälfte aus Mitteln der Agentur für Arbeit Göttingen finanziert.

Ziele sind die Verbesserung des Entscheidungsverhaltens der Schülerinnen und Schüler, die Vertiefung ihrer berufs- und betriebskundlichen Kenntnisse sowie die Eignungsfeststellung: „Die Schüler/innen in der Sekundarstufe II haben theoretisch alle Möglichkeiten für die Wahl eines Studiums oder einer Ausbildung“, sagte Tobias Broda, Teamleiter der Berufsberatung für Abiturienten der Agentur für Arbeit Göttingen. „Herauszufinden, was man kann, was man von innen heraus wirklich gerne macht und welche Berufe passen könnten, fällt den Schülern dabei oft sogar schwerer als Real- oder Hauptschülern.“

In den nächsten Jahren wird der Bedarf an Fachkräften und Akademikern für viele Unternehmen zu einem ernstzunehmenden Engpassfaktor werden: In den drei südniedersächsischen Landkreisen wird innerhalb der nächsten 15 Jahre die derzeit jährlich bei über 40.000 liegende Zahl der in das Berufsleben eintretenden jungen Menschen durch die demografische Entwicklung auf unter 30.000 sinken. Zeitgleich wird die Zahl der aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Männer und Frauen deutlich ansteigen. „Gleichzeitig steigen aber die Erwartungen und Anforderungen an die Auszubildenden und Studenten“, ergänzt Broda, „Qualität und Dauer der Ausbildung werden dabei immer wichtiger.“

Für Petra Wigger, Initiatorin des Projekts und Verantwortliche des federführenden IFAS, ist das Vorhaben daher eine wichtige Ergänzung zu bereits bestehenden Angeboten: „Wir wollen vor allem die Zahlen der Studien- und Ausbildungsabbrüche senken, indem wir die Schüler unterstützen, schon im Vorfeld die richtigen und passenden Entscheidungen für ihre Berufswahl zu treffen.“ Petra Wigger setzt dabei besonders auf engen Kontakt zu Betrieben und Hochschulen, in denen die Schülerinnen und Schüler während Exkursionen „auch mal die Schule verlassen und Berufe live erleben können“.

Die beteiligten Schulen bringen neben einem finanziellen Beitrag Eigenmittel in Form von Personal- und Raumkosten auf. Unterstützt wird das Projekt durch die Jugendstiftung des Landkreises Northeim, die Bürgerstiftung Duderstadt, die Sparkasse Einbeck, die Private Fachhochschule Göttingen, Refra-Technik Göttingen, Harz Guss Zorge, RKW Kalefeld, KWS Saat AG in Einbeck und den Regionalverband Südniedersachsen, der gleichzeitig Projektträger ist. Außerdem betreibt der Regionalverband gemeinsam mit der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS), dem Verein "Schule und Wirtschaft" sowie der Bürgerstiftung Göttingen die "Bildungsregion Göttingen", die für die Etablierung und Vertiefung von Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Betrieben zuständig ist.

Aktuelles:

Logo Bildungsregion GöttingenLogo Metropolregion