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14.09.2009

Stärkung der Zentren der richtige Ansatz

Regionalverband Südniedersachsen unterstützt Strategie des Bürgermeisters der Gemeinde Gleichen

Foto zur Pressemitteilung

Göttingen. Die Gemeinde Gleichen gehört zu den sieben Kommunen, die sich 2008 an dem vom Land Niedersachsen geförderten Modellvorhaben des Regionalverbandes Südniedersachsen „Unterstützung von Gemeinden bei der Neuausrichtung ihrer Flächenpolitik im Rahmen der Regionalentwicklung“ beteiligten. Nach einem Vortrag von Verbands-Geschäftsführer Rüdiger Reyhn in Wöllmarshausen über die Ergebnisse des Modellvorhabens hatte Bürgermeister Heinz-Jürgen Proch einen Verzicht auf Ausweisung neuer Bauflächen außerhalb der Dorfzentren angekündigt – eine Äußerung, die jetzt für lebhafte Diskussionen innerhalb von Gemeinderat, Ortsräten und Fraktionen führte.

Dazu erklärte Reyhn: „Die Strategie des Bürgermeisters liegt genau auf der Linie der Ergebnisse des Modellvorhabens. Angesichts sinkender Einwohnerzahlen kann der ländliche Raum seine Standortvorteile gegenüber den Städten nur wahren, wenn die Verantwortlichen sich auf die Innenentwicklung der Städte und Dörfer konzentrieren.“ Diskussionen wie jetzt in Gleichen über die langfristige Gemeindeentwicklung für seien unverzichtbar. Auf die Instrumente von gestern zu setzen bringe nichts.

Das im Jahr 2008 umgesetzte Modellvorhaben des Regionalverbandes zur Siedlungsflächenentwicklung, an dem sich neben Gleichen auch Osterode am Harz, Bad Grund, Bad Sachsa, Adelebsen, Moringen und Kreiensen beteiligten, habe deutlich gezeigt, dass im regionalen Kontext die Ausweisung von Neubaugebieten kein Mittel zur Steigerung von Einwohnerzahlen sei. Zusätzliche Infrastruktur etwa in Form neuer Straßen führe zu unrentabler Kostenbelastung für die Gemeinde und damit letztlich für jeden einzelnen Bürger. Reyhn: „Deshalb ist es wichtig, die Lebensqualität in der vorhandenen Siedlungsstruktur etwa durch die Entwicklung des Einzelhandels, Investitionen in den Gebäudebestand und bessere Betreuungsangebote für Kinder zu erhöhen.“

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