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04.11.2009

Mehr globale Themen in den Unterricht

Fachtagung „Perspektivenwechsel. Wie Schule global lernt“ in der Arnoldi Schule in Göttingen unterstreicht Bedeutung des Globalen Lernens für den Unterricht

Foto zur Pressemitteilung

Göttingen. Wer sich in andere Mentalitäten hineinversetzen kann, wer neugierig ist auf fremde Kulturen und wer weltwirtschaftliche Zusammenhänge kennt, hat gute Chancen sowohl im Berufsleben als auch für seine persönliche Entwicklung: Michael Schmidt, Personalverantwortlicher der Otto Bock Gruppe, gehörte zu den Referenten, die während einer Fachtagung in Göttingen die Bedeutung des globalen Lernens für die Stärkung der Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften hervorhoben. Thema des Vortrags: Wie muss Schule auf das globalisierte Wirtschaftsleben vorbereiten?

Zur der Veranstaltung „Perspektivenwechsel. Wie Schule global lernt" kamen mehr als 80 Interessierte in die Arnoldi Schule. „Durch Unterrichtsprojekte mit Nicht-Regierungsorganisationen öffnet sich Schule zur Außenwelt, das stärkt die Handlungskompetenzen der Schüler“, sagte Achim Beule, Berichterstatter der Kultusministerkonferenz für den Lernbereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. In seinem Vortrag präsentierte er die Grundzüge eines Orientie­rungs­rahmens, der Leitlinien zur Umsetzung zusammenfasst und von der Kultusminister­konferenz und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung herausgeben wurde.

Neben Schmidt diskutierte Matti Spiecker von der „Stiftung Welt: Klasse“, die pensionierte Lehrerin Renate Borchard, Heinz-Jürgen Rickert (Landeskoordinator der Unesco-Projekt-Schulen) und die Schülerin Irina Geurtz über die Möglichkeiten, das zunächst etwas sperrig wirkende Thema in den Schulalltag zu transportieren. „Um Globales Lernen umzusetzen, bedarf es einer Initialzündung, die dann im Kollegium weitergetragen wird“, so Rickert. Man müsse einfach anfangen, lautete sein Rat.

Claudia Schanz vom Nieder­sächsischen Kultusministerium kündigte an, dass landesweit zehn Modellschulen ausgesucht würden, die Globales Lernen in Sinne des Orientierungsrahmens beispielhaft weiterentwickeln sollten.

Auf dem Markt der Möglichkeiten fanden sich zahlreiche Anknüpfungspunkte für neue Kooperationen. Ausrichter der Fachtagung waren das Entwicklungspolitische Informationszentrum (EPIZ) und der Regionalverband Südniedersachsen für die Bildungsregion Göttingen. Auf einem Markt der Möglichkeiten präsentierten sich fast 20 Partner, die sich als Unterstützer für Schulen anboten. Das EPIZ stellte eine Broschüre mit Informationen über Partnerschaften zwischen Schulen der Region und Bildungseinrichtungen in Entwicklungsländern vor.

Gefördert wurde die Veranstaltung von der InWEnt gGmbH aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

(Regina Begander, Entwicklungspolitisches Informationszentrum, Tel. 0551 487066)

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