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19.11.2009

Konzentration auf die Ortskerne: Kommunen beginnen mit dem Umdenken

Bereits konkrete Ergebnisse des Modellvorhabens zur Siedlungsflächenentwicklung – Umfrage des Regionalverbandes

Foto zur Pressemitteilung

Göttingen. Viele Städte und Gemeinden reagieren auf Leerstände im Immobilienbestand sowie die erkennbaren Probleme bei der Vermarktung von Baugrundstücken. Die Kommunen fördern die Sanierung und den Immobilienkauf in den Zentren, forcieren den Abbruch von altem Baubestand, verzichten auf die Ausweisung von Bauflächen und versuchen, den Einzelhandel in den Ortskernen zu stärken: Aspekte wie diese zählen zu Ergebnissen einer Befragung, die der Regionalverband Südniedersachsen unter den kreisangehörigen Städten und Gemeinden der Region unternommen hat.

Anlass der Aktion, an der sich 50 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister beteiligten, war ein Modellvorhaben zur Siedlungsentwicklung, das der Regionalverband im vergangenen Jahr in enger Kooperation mit der Regierungsvertretung Braunschweig unternommen hatte.

Die Bürgermeister machten in ihren Antworten deutlich, dass sie in der Bearbeitung von Stadtentwicklungskonzepten und Leerstandskatastern Ansatzpunkte für Kommunalstrategien sehen, die dem demographischen Wandel ausreichend Rechnung tragen .Einige von ihnen halten konkrete Vorgaben bis hin zum Verbot für Baugebietsausweisungen und finanzielle Anreize ausschließlich für Altbausanierungen für sinnvoll.

Erstaunlich: Die Beurteilung der Information über die Ergebnisse des Modellvorhabens variiert auf einer Skala von 1 bis 4 zwischen gar nicht bis gut (Mittelwert 2,53). Die Bürgermeister der Kommunen, die an dem Projekt teilgenommen haben, bewerten die Weitergabe der Ergebnisse durch den Regionalverband fast mit maximaler Punktzahl, nämlich mit 3,6. Die Weitergabe der Ergebnisse des Modellvorhabens durch diese Bürgermeister erfolgte sogar in nennenswertem Umfang mit 3,8 von 4 Punkten.

Die Frage, inwieweit sich die Kommunen am Oberziel „Stärkung der Innenentwicklung“ orientieren, wurde mit „teilweise“ bis „überwiegend zutreffend“ (2,7 Punkte) beantwortet.

Während bei den Modellkommunen die Ergebnisse in der kommunalpolitischen Diskussion überwiegend eine wichtige Rolle spielen (3,0 Punkte) und die Stärkung der Innenentwicklung der Städte und Gemeinden überwiegend bereits ein Oberziel der Kommunalpolitik (3,2 Punkte) bildet, ist die Streuung bei allen südniedersächsischen Kommunen größer.

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