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23.02.2010

Auf der Innovationsstraße unterwegs

Startveranstaltung des „Netzwerks für medizinische Versorgung und Wertschöpfung“ in der Göttinger Lokhalle

Foto zur Pressemitteilung
Dr. Josef Hilbert

Göttingen. „Viele der bundesweit erfolgreichen Gesundheitsregionen waren bei ihrem Start in die gemeinsame Arbeit längst nicht so weit wie Sie - weder was die Zahl der Mitglieder angeht noch bezüglich der konzeptionellen Vorarbeiten.“ Dr. Josef Hilbert, Vorsitzender des Netzwerks deutscher Gesundheitsregionen, ermutigte die 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Startveranstaltung zum „Netzwerk für medizinische Versorgung und Wertschöpfung“ in der Göttinger Lokhalle, die begonnene regionale Kooperation fortzusetzen und zu intensivieren.

Während eines Vortrags auf Einladung des Regionalverbandes Südniedersachsen charakterisierte Hilbert das Gesundheitswesen mit seinen bundesweit 5,4 Millionen Beschäftigten als Motor für Wachstum und Beschäftigung und als „Antreiber“ für andere Sektoren. So hätten viele Wohnungsunternehmen erkannt, dass sie nur in Kombination mit Angeboten aus dem Gesundheitsbereich konkurrenzfähig seien. Erhebliche Marktchancen sieht der als Geschäftsführender Direktor am renommierten Institut für Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen tätige Referent auch im Gesundheitstourismus, in der Mobilitätswirtschaft sowie bei der Nutzung gesundheitsfördernder Baustoffe im Wohnungsbau.

Hilbert strich die Bedeutung von Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit hervor – Herausforderungen, denen die meisten Anbieter allein gar nicht mehr gewachsen seien, die vielmehr durch professionell gesteuerte Netzwerkarbeit entfaltet werden müssten. Die Beteiligten des Netzwerks deutscher Gesundheitsregionen seien sich jedenfalls einig darin, dass die Förderung von Kommunikation und Kooperation konkrete Vorteile sowohl für den einzelnen als auch für die jeweilige Region bedeute. Vielfach werde von einer „Innovationsstraße“ gesprochen, die gemeinsam befahren werde.

Zu Beginn der Veranstaltung im Rahmen der Göttinger Gesundheitsmesse hatte der Vorstandsvorsitzende des Regionalverbandes Südniedersachsen, Landrat Bernhard Reuter (Landkreis Osterode am Harz), die Region Göttingen im Gesundheitsbereich im bundesweiten Vergleich als „exzellent aufgestellt“ bezeichnet. Die Qualität des Gesundheitswesens sei ein elementarer Faktor der Daseinsvorsorge und werde deshalb mehr und mehr zu einer Herausforderung für die Kommunalpolitik. Zufrieden äußerte sich Reuter darüber, dass inzwischen mehr als 30 Unternehmen des Gesundheitssektors für die Gründung eines Vereins „Gesundheitsregion Göttingen“ ausgesprochen hätten.

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Prof. Dr. Frömmel

Auf den engen Zusammenhang zwischen Bildung und Gesundheit in Verbindung mit ehrenamtlicher Tätigkeit machte im Anschluss der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Prof. Dr. Cornelius Frömmel, aufmerksam. Wenn es gelinge, in Südniedersachsen die Rahmenbedingungen zu verbessern, könne man auch neue Einwohnerinnen und Einwohner gewinnen. Die Gesundheitsregion Göttingen, so Frömmel, müsse kommen und sie werde kommen.

Für die Stadt Göttingen spielt die Vermarktung der Dienstleistungen und Produkte aus dem Gesundheitssektor eine besondere Rolle. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer machte deutlich, dass die Stadt Göttingen bereit sei, dem neuen Verein „Gesundheitsregion Göttingen“ beizutreten. Es gehe darum, attraktive, den gesamten Standort fördernde Projekte zu entwickeln. Meyer: „Wir müssen jetzt einfach beginnen.“

Für die kurzfristige Gründung des Vereins „Gesundheitsregion Göttingen“ sprachen sich während einer Abschlussdiskussion u. a. der Geschäftsführende Gesellschafter des Sanitätshauses o-r-t, Armin Asselmeyer, sowie der Altenheimbetreiber Karsten Stiemerling aus.

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