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17.05.2010

Verein Gesundheitsregion Göttingen gegründet

Gemeinsame Einladung von Universitätsmedizin Göttingen und Regionalverband Südniedersachsen trifft auf große Resonanz

Foto zur Pressemitteilung
Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Armin Asselmeyer

Göttingen. Mehr als einhundert Gäste erschienen im ehemaligen Filmsaal der alten Mensa am Wilhelmsplatz in Göttingen - 62 von ihnen unterzeichneten eineinhalb Stunden später die Satzung des Vereins "Gesundheitsregion Göttingen e. V.“

Damit war das neue Netzwerk auch formal geknüpft – ein Verein, der sich für eine bessere Zusammenarbeit von Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Kassenärztlicher Vereinigung, Sanitätshäusern, Selbsthilfegruppen und vielen anderen Institutionen und Personen engagieren will. Gemeinsam wollen sich die neuen Vereinsmitglieder stark machen für Prävention und das Gesund-Bleiben – gemeinsam wollen sie stärker noch als bislang patientenorientiert arbeiten.

UMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Cornelius Frömmel und Armin Asselmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter des Sanitätshauses o.r.t., wurden zu Vorstandsvorsitzender gewählt. Die Komplettierung des Vorstands, der aus bis zu neun Personen bestehen soll, ist der ersten Mitgliederversammlung vorbehalten. Die von der Apotheker- und Ärztebank finanziell unterstützte Gründungsversammlung leitete der Notar und Rechtsanwalt Wolfgang Langmack.

Der Regionalverband Südniedersachsen und der Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hatten gemeinsam zu dieser Gründungsversammlung eingeladen. Regionalverbandschef Bernhard Reuter, Landrat des Landkreises Osterode am Harz: "Mit einer solch riesigen Resonanz auf unsere Einladung hatten wir überhaupt nicht gerechnet."

In seiner Begrüßung benannte Reuter die wesentlichen Beiträge, die der Regionalverband zur Vorbereitung der Vereinsgründung geleistet hatte. Eine Studie, die Dr. Gerhard Cassing im September 2009 für den Regionalverband vorgelegt hatte, zeige sehr deutlich, dass die Region Göttingen im Gesundheitswesen im bundesweiten Vergleich exzellent aufgestellt ist. Die Region verfüge über eine Reihe von national und international anerkannten Leistungserbringern – im Krankenhausbereich das Universitätsklinikum, das Weender Krankenhaus, Neu-Bethlehem oder Neu Maria-Hilf, aber auch die zahlreichen Kliniken sowie die Reha- und Kureinrichtungen in der Fläche.

Insgesamt gebe es, so betonte Reuter, in Südniedersachsen 30 Kliniken – darunter 18 Akutkrankenhäuser und zwölf große Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Sie richten sich in hohem Maße auch an ein überregionales Einzugsgebiet. Zu nennen seien nicht zuletzt die Präventions- und Rehabilitationskliniken in Kurorten wie Bad Gandersheim, Bad Grund, Bad Lauterberg und Bad Sachsa.

Reuter betonte, der Regionalverband komme seinem Auftrag, Kooperation, Koordination und Kommunikation in der Region zu verbessern, seit Mitte 2008 im Gesundheitsbereich exzellent nach. In enger Abstimmung mit zahlreichen Akteuren aus dem Gesundheitswesen habe der Verband die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Netzwerkarbeit intensiviert. Vorbild sei der Bildungsbereich in dem der Regionalverband seit 2007 eine erfolgreiche Netzwerkarbeit betreibe.

Reuter zum Auftakt der Gründungsversammlung: „Unsere Geschäftsstelle hat Workshops initiiert und ausgerichtet, Expertengespräche geführt und im Rahmen von Arbeitskreissitzungen die zentralen Handlungsfelder identifiziert und Projektideen formuliert. Im Februar 2010 haben wir die inhaltliche Auftaktveranstaltung in der Lokhalle im Rahmen der Göttinger Gesundheitsmesse ausgerichtet und damit die Vereinsgründung weiter vorbereitet.“

Die Gründungsversammlung verständigte sich auf die Satzung sowie die Beitragsordnung. Unternehmen und Institutionen zahlen einen Jahresbeitrag von € 1.000.-, Privatpersonen beteiligen sich mit € 100.- an den Kosten der Vereinstätigkeit. Der Geschäftsführer des Regionalverbandes, Rüdiger Reyhn, kalkuliert, dass der Verein im ersten Jahr seiner Tätigkeit über ein Budget von mindestens rund € 40.000.- verfügen wird. Im Jahr 2011 werde dieser Betrag auf mindestens € 70.000.- und im Jahr 2012 auf rund € 80.000.- steigen.

Der Verein will beim Finanzamt Göttingen die Gemeinnützigkeit beantragen. Der Satzungszweck soll im Wesentlichen durch die Vernetzung der Akteure des regionalen Gesundheitswesens erfolgen. Insbesondere unter dem Aspekt des demographischen Wandels soll der Informations- und Erfahrungsaustausch verbessert, die Aus- und Weiterbildung unterstützt und der Wissens- und Technologietransfer gefördert werden.

In den vorbereitenden Arbeiten des Regionalverbandes zeigte sich, dass inhaltliche Schwerpunkte im Bereich der Telemedizin sowie dem Thema Demenz liegen.

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