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20.02.2012

Sven Grünewald schon zum zweiten Mal Gewinner des Alexander-Preises

Foto zur Pressemitteilung
Die Preisträger: Sven Grünewald, Dirk Mache, Erik Westermann, Michael Paetzold und Marina Engler. Hinten rechts der Vorsitzende der Alexanderstiftung, Jens Wortmann. (Foto: Morys-Wortmann)

Göttingen. Es war eine Fußnote, die den Weltruhm eines Göttinger Wissenschaftlers begründete und 221 Jahre später damit auch Grundlage der Verleihung eines Journalistenpreises werden sollte: In der vierten Auflage des „Handbuchs der Naturgeschichte“ äußerte Johann Friedrich Blumenbach im Jahr 1791 diskret und an versteckter Stelle die Vermutung, das Leben an sich sei nicht Ergebnis eines göttlichen Wunders, sondern Folge von Naturgesetzen: Von diesem faszinierenden Grundgedanken aus entwickelte Sven Grünewald, seit 2008 Chefredakteur des RegionalJournals RegJo Südniedersachsen, den fundiert recherchierten und spannend geschriebenen Beitrag unter der Überschrift „Die Revolution in der Fußnote“. Er erschien auf zehn Seiten in der RegJo-Herbstausgabe 2011 – sorgfältig illustriert mit aquarellierten Federzeichnungen, kolorierten Lithografien, Kupferstichen sowie einfachen Zeichnungen.

Der Beitrag und sein Autor – Anfang Februar standen beide im Mittelpunkt einer Feierstunde im Keller des Deutschen Theaters in Göttingen. Jens Wortmann, Vorstandsvorsitzender der Alexanderstiftung, ehrte Sven Grünewald für dessen beeindruckende journalistische Leistung, die er bei der Formulierung der „Revolution in der Fußnote“ gezeigt habe: Begleitet von lebhaftem Applaus der Festgäste überreichte Wortmann Sven Grünewald den Alexander-Preis 2012 - eine weit über Südniedersachsen hoch angesehene Auszeichnung für herausragende publizistische Leistungen. Sven Grünewald hatte den Alexander-Preis bereits 2011 erhalten.

Foto Sven Grünewald
Sven Grünewald

Die Alexander-Stiftung wurde vom 1988 verstorbenen Göttinger Journalisten Wolfgang Alexander testamentarisch verfügt. Seit dem Jahr 1990 verleiht die Stiftung jährlich Preise an Journalistinnen und Journalisten, die sich besonders um die Region verdient gemacht haben. Die Stiftung würdigt Arbeiten, die sich mit der „Vergangenheit der Stadt Göttingen und ihres Umfeldes" beschäftigen. Insgesamt wurden seit 1990 knapp einhundert Preise verliehen, jeweils verbunden mit einem Geldpreis sowie einer Urkunde. Sven Grünewald ist in der Geschichte des Alexander-Preises der erste Journalist, der den ersten Preis zwei Mal in Folge gewonnen hat.

Der zweite Preis ging in diesem Jahr an Erik Westermann, der im Eichsfelder Tageblatt über die „Geschichte des Feuersommers“ geschrieben hatte: Dabei ging es um die Schilderung einer Feuersbrunst, die im „Glutsommer“ des Jahres 1911 die Stadt Duderstadt heimgesucht und in Atem gehalten hatte.

Der dritte Preis wurde in diesem Jahr gleich drei Mal vergeben: Michael Paetzold schrieb im Harzkurzier über die „Truhenstadt Ostereode“, Marina Engler im Göttinger Tageblatt über den Volkswagen „Variant TL“ und David Mache in der Braunschweiger Zeitung über „Blau-Gelb“, der welfischen Tradition und Verbundenheit eines Dorfes an der Weser.

Den Festvortrag über die „Wahrheit der Bilder“ hielt der Göttinger Medienwissenschaftler Werner Große. Er ging dabei auch auf das Ende des Institutes für den Wissenschaftlichen Film in Göttingen ein.

Das Publikum im Deutschen Theater lauschte – gut unterhalten - dem Vortrag, der musikalischen Gestaltung durch Mitglieder des Göttinger Universitätsorchesters sowie den fünf Laudationes. Zum Schluss rief Jens Wortmann zur Teilnahme am nächsten Wettbewerb auf: Bis zum 31. Oktober 2012 können Beiträge eingereicht werden. Weitere Informationen unter www.alexanderstiftung.de.

Vorstand und Geschäftsstelle des Regionalverbandes, gratulieren Sven Grünewald sehr herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung und seiner insgesamt exzellenten Leistung in der Leitung der RegJo-Redaktion. Der Regionalverband ist seit 1996 Mitherausgeber des Journals, das vier Mal im Jahr in einer Auflage von 20.000 Exemplaren erscheint.

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